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Das Leben der Kinder, so wertvoll und wunderbar.

Während ich hier sitze und diese Zeilen tippe, kann ich sehen wie die Rabauken vor mir im Planschbecken toben. Und wenn ich toben sage, meine ich auch so richtig austoben. Da wird gerutscht,gespritzt, gelacht und geschrien. Klar das die Lautstärke auch gerne mal den normal Bereich überschreiten kann. Aber so sind Kinder eben. Zum Glück, und ja wirklich zum Glück haben wir hier nur Kinderfreundliche Nachbarn, welche der Lärm nicht stört und wenn es doch einmal zu viel wird, gehen sie eben etwas nach drinnen. Ohne Gemecker oder Gejammer. Ohne das ich mir eine Moral Predigt anhören muss, wie unerzogen meine Kinder doch wären, nur weil sie so Laut sind und Spaß haben. Spaß daran, Kind zu sein.
Ich möchte meine Kinder nicht jetzt schon zu kleinen Erwachsenen erziehen, die jederzeit wie auf Knopfdruck funktionieren müssen. Sie sind eben noch klein, brauchen Bewegung und mein Gott brauchen die viel Bewegung. Deshalb haben sie noch lange kein AD(H)S oder sind hyperaktiv, nein, es sind Kinder. Kleine Wunder, die doch nur die Welt auf eigenen Faust erkunden wollen.IMG_20141028_151221
Allein, ohne das Mama ständig im Hintergrund sagt, nein da tust du dir weh, nein dafür bist du noch zu klein, nein du willst doch nicht zum Doktor müssen. Ich könnte diese Liste ewig weiter führen, leider! Kinder lernen durch ihre eigenen Erfahrungen und ich frage euch, wie sollen sie etwas lernen wenn wir sie ständig „beschützen“. Klar haben wir Angst, das ihnen etwas passiert, aber wie oft bist du als Kind hingefallen, weinend zu Mama gelaufen und 5 Minuten später warst du wieder munter und hast es direkt noch einmal versucht? Und dann irgendwann ist der große Moment da wo du voller Stolz berichtet hast, dass du es endlich ganz allein geschafft hast? Erinnerst du dich noch? Warst du in diesem Moment nicht unglaublich stolz und glücklich? Warum wollen dann nur so viele ihren Kindern diese Momente vorenthalten?
Wie oft fallen wir auch heute noch auf die Nase, zwar nicht im wörtlichen Sinne, aber trotzdem stehen wir danach wieder auf, irgendwie doch stärker und zuversichtlicher als vorher. Wie oft tritt das Leben und in den Hintern und trotzdem machen wir weiter?
Wollt ihr wirklich das später in diesen Situationen eure Kinder immer noch zu euch kommen, getreu dem Motto, Mama hat das immer gerichtet, das wird sie dieses mal bestimmt auch tun?
Denkt daran, eure Kinder werden größer, ihr werdet älter, die Zeit bleibt nicht stehen und irgendwann seit ihr nicht mehr da. Wollt ihr dann ein kleines Häufchen Elend, welches Angst vor der Welt hat zurück lassen, ganz auf sich allein gestellt, weil es nie gelernt hat, was es heißt Erfahrungen zu machen und an und mit ihnen zu wachsen?
Es gibt hier dieses wundervolle Beispiel, der kleine Vogel, ganz alleine im Nest, weil seine Mama und seine Geschwister schon fliegen können, nur noch er ist übrig und niemand ist da um ihm zu helfen. Er steht am Rand des Nestes, verängstigt schaut er hinab und trotzdem wagt er den Sprung. Auch wenn es zuerst so aussieht als würde er abstürzen, so breitet er doch die Flügel aus und schläft instinktiv damit.
Auch unsere Kinder haben Instinkte, wir alle haben sie von Geburt an. So wie eine Mutter den Mutterinstinkt hat. Dieser veranlasst uns zwar unser Kind zu beschützen, jedoch nicht für ihn sein Leben zu leben und Entscheidungen für es zu treffen. Er ist lediglich eine Hilfe.
Können wir unseren Kinder nicht einfach mehr vertrauen schenken, vertrauen in sie und ihr tun legen? Und wenn sie auf die Nase fallen, sie trösten und ihnen gleichzeitig Mut zu sprechen, das es beim nächsten mal ganz bestimmt klappen wird?
Können wir unsere Kinder, nicht einfach wieder Kinder sein lassen?

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2 Kommentare zu „Das Leben der Kinder, so wertvoll und wunderbar.

  1. Wunderschön geschrieben! Ich hätte es nicht besser sagen können. Viele Eltern betüddeln ihre Kinder heutzutage so doll, dass sie nicht merken, dass sie zu behütet aufwachsen. Sicherlich muss man andererseits immer mehr ein Auge werfen, da die Kriminalität ja gerade in Bezug auf die Kinder zunimmt, aber andererseits sprichst Du ja auch das „Kind-sein“ an. Ich höre immer wieder „das Kind hat diese und jene Termine“ – viel zu viel für die Kinder!

    LG Ivi

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    1. Vielen Danke meine Liebe 🙂
      Ja es ist traurig zu sehen. Ich meine klar will auch ich meine Kinder schützen, aber man muss eben einfach Grenzen ziehen auch wenn das eigene Herz mitblutet wenn ein Kind weinend ankommt weil es sich weh getan hat, aber so ist das Leben, es gehört einfach dazu. Zu diesem Thema werden noch viele Beiträge kommen, weil es einfach soviel zu sagen gibt.

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