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Die Macht der Liebe

Wenn ich das Wort Liebe höre, frage ich mich immer, was bedeutet es eigentlich? Wie definiert man Liebe, oder ist es gar nicht möglich die Liebe zu Definieren. Das Internet spuckt hier zu viele Definitionen aus, die sich auch noch alle von einander unterscheiden. Kann ich Liebe also so Definieren wie ich es möchte?

Liebe ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegenzubringen in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.

Nach oben genannter Definition, gibt es Liebe nicht nur in Partnerschaften. Was wohl vollkommen richtig ist. Schließlich liebt man ja auch seine Kinder und das bedingungslos. Doch ich möchte mich heute mit der Liebe, in einer Partnerschaft befassen. Liebe ist etwas wunderbares, ich denke da sind wir uns alle einig. Doch sie kann auch genauso grausam und Schmerz erfüllend sein, zumindest für eine Person. Deshalb sollte man Liebe niemals unterschätzen. Sie ist eine Starke und zugleich magische Kraft, die unser Leben bereichern soll. Bei der Liebe, liegen Glück und Unglück so nahe beieinander, wie sonst nirgendwo. Doch wo beginnt die Liebe eigentlich? Beim ersten Kribbeln im Bauch und wächst dann mit jeder Berührung, jeder Geste, jedem Gespräch und sogar jedem Streit?

Wenn man die Partnerschaften von heute und früher gegenüberstellt, stellt sich eine Frage, was haben die Leute früher anders gemacht, das sie solange Glücklich waren und es ja heute teilweise auch noch sind. Gab es mehr vertrauen oder war die Liebe früher einfach stärker? Klar ist, das viele Menschen heute Angst davor haben eine Partnerschaft einzugehen, weil sie denken zu wissen, das irgendwann der Punkt kommt, an dem einer geht. Wann das sein wird wissen sie nicht, sie könnten Jahre lang, wenn nicht sogar ihr Leben lang sehr glücklich mit dieser Person sein. Aber sie geben der Liebe gar keine Chance mehr. Ich kenne viele die Angst vor dem ersten Streit haben, sie fragen sich, wie es danach weiter geht und ob es danach überhaupt noch weiter geht. Aber gehört streiten nicht zu jeder guten Beziehung dazu? Lernt man seinen gegenüber dadurch nicht besser kennen? Wächst man dadurch nicht noch mehr zusammen, wenn man eine schwierige Situation gemeistert hat? Aber nein stimmt, die meisten lassen es gar nicht erst soweit kommen, sie gehen bevor es „anstrengend“ wird. Ein riesen Fehler meiner Meinung nach. Man darf streiten, es muss nicht immer alles Perfekt sein. Wie langweilig wäre das denn bitte?  Wer schwere Zeiten zusammen durchsteht, den verbindet etwas. Aber was ist in einer Partnerschaft wirklich wichtig? Ich finde, man muss sich gegenseitig Respektieren, miteinander Reden, und ich meine nicht einfach nur Reden, sondern Verstehen und Zuhören, sich Zeit für einander nehmen. Offenheit, darf man vor seinem Partner Geheimnisse haben? Ehrlichkeit, wünsche wir uns das nicht alle? Treue, ein Wort das heute zu Tage wohl kaum noch eine Bedeutung hat. Wohlbefinden, fühle ich mich bei meinem Partner nicht wohl, kann ich nicht mit ihm zusammen sein. Fühle ich mich dagegen nicht mehr wohl, sollte ich mit ihm darüber reden und einen Weg finden es zu ändern und nicht gleich wieder alles hinwerfen.

Doch wie ist das nun in einer Partnerschaft. Man muss zusammen finden und nicht nur zusammen sein. Man muss versuchen seinen Partner zu verstehen, für ihn da zu sein und ihm den Rücken stärken. Aber muss man in einer Partnerschaft wirklich eins werden ? Oder darf man „zwei“ bleiben?
Hierzu fällt mir ein schönen Zitat aus einem Song ein.

Vergiss Romeo und Julia. Wann gibts Abendbrot. Willst du wirklich tauschen? Am Ende waren sie Tod. Ich werd immer für dich da sein, bist du dabei? In dem Gefühl wir wären zwei.

Kettcar-Balu

Ich für meinen Teil finde, solange man oben genannte Dinge beachtet, muss man nicht eins werden um Glücklich zu sein. Man darf eine eigene Meinung haben und man darf auch Diskutieren und ja man darf auch mal streiten. Denn all diese Dinge machen uns Menschlich und gehören zum Leben nun mal dazu. Aber wenn man trotzdem mit Respekt, Vertrauen, Zuneigung an das Thema heran geht, hat man einen guten Grundstein für eine lange Beziehung gelegt.


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3 Kommentare zu „Die Macht der Liebe

  1. Ich bin auch der Meinung, dass wenn man DEN einen Menschen gefunden hat, sollte man alles dafür tun und an der Beziehung arbeiten und nicht gleich alles wegwerfen.
    Klar, Paar aus alten Zeiten haben das wirklich anders gehandhabt. Allerdings war es auch eine ganz andere Gesellschaft. Da war es nicht so hoch angesehen, wenn Frau sich getrennt hat. Heute sind wir da (glücklicher Weise) freier.
    Verstehen werde ich Menschen, die gleich alles hinwerfen aber auch nie…

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  2. Halli Hallo Tashi,
    ein sehr umfangreiches und schwer-definierbares Thema, welchem ich mich wahrscheinlich auch noch öfters annehmen werde. Insgesamt fand ich deinen Eintrag wirklich gut, doch einige Dinge sehe ich persönlich anders und muss daher widersprechen.

    Liebe gibt es definitiv auch in Freundschaften, doch definiert man diese Liebe einfach anders. Dann gibt es natürlich die Liebe zwischen zwei Menschen, die zu einem Paar werden und da denkt man dann schon darüber nach, was die Liebe wirklich ausmacht oder was Liebe eigentlich ist. Ich finde man sollte Liebe gar nicht versuchen zu definieren oder zu be- oder umschreiben, sondern sie einfach fühlen. Zudem steckt jeder seine Spielregeln der Liebe anders. Für einen ist Treue sehr wichtig, für den anderen darf es auch eine offene Partnerschaft sein und dennoch lieben sich diese beiden Menschen. Für mich persönlich schwer nachvollziehbar aber es scheint zu funktionieren. Ich bin zudem auch der Meinung, dass wenn Liebe zu Schmerz führt, es keine Liebe war, denn Liebe soll und darf nicht wehtun. Natürlich gibt es auch die einseitige Liebe. Wir lieben einen Menschen aber dieser nicht uns, wobei wir da eigentlich nur von Verliebtheit sprechen sollten. Liebe entwickelt sich mit den Jahren einfach, wird inniger, wächst und reift an ihren Erfahrungen die man zusammen macht. Die Achterbahnen die man zusammen fährt, nicht die Streitereien die man vielleicht hat, wobei ich mich mit meinem Mann nie streite. Wir werden gegenüber einander nie laut oder schreien oder streiten uns richtig, so wie es viele Paare vielleicht tun. Wir sind uns einfach zu ähnlich, wissen was der Andere gerade denkt und fühlt und können daher besser aufeinander eingehen. Für mich gibt Streit nichts, auch wenn ich in anderen Partnerschaften Streits nicht schlimm finde, jeder ist eben anders in einer Partnerschaft.

    Liebe wächst für mich durch die Zeit die man miteinander verlebt, durch Gespräche die man führt. Gemeinsame Momente einfach. Das ist für mich viel mehr Wert als Streitereien, die im Endeffekt eh nichts nützen. Vielleicht sogar mehr schaden.

    Ich bin der Meinung, dass die Prioritäten damals einfach anders gelegt waren. Die Männer zogen in den Krieg, die Frauen waren bei den Kindern, es war einfach ein anderer Zusammenhalt. Heutzutage ist all das schnellebig, es wird sich ungerne gebunden, sei es im Sinne von Heirat und Kindern und nur nach dem eigenen Glück gesucht, in Reisen oder in einer Nacht mit einem Menschen, frei von Gefühlen oder ähnlichem. Es ist doch mit vielen Dingen so, wenn man genau darüber nachdenkt.

    Wenn ein Mensch mit den Gedanken, dass die Partnerschaft eh irgendwann scheitern wird herangeht, muss dieser Mensch noch an sich selbst arbeiten, um nicht mit solchen negativen Gedanken an die Sache heranzugehen. Jede Partnerschaft ist anders, aus jeder Partnerschaft lernen wir, auch wenn sie nicht lange andauert und vielleicht einen Moment schmerzt, bis wir los lassen können. Daran wachsen wir aber. Auch der Gedanke wieder mit dem Streit, ein Streit beendet keine Partnerschaft, sondern das man zu unterschiedlich ist und es deswegen zu Streit führt.

    Natürlich darf man Geheimnisse voreinander haben, wieso auch nicht? Kommt auch darauf an, was man als Geheimnis definiert. Was einem aber wirklich wichtig ist in einer Partnerschaft, definiert am besten jeder für sich selbst.

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