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Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder, steht irgendwann der Geburtstag vor der Tür. Bei mir war es auch wieder soweit. Gestern, um genau zu sein. Ja, gestern wurde ich zuckersüße 22 Jahre jung. Aber habe ich mich darauf gefreut? Nein, habe ich nicht. Ich weis nicht, aber für mich ist mein eigener Geburtstag nichts besonderes mehr. Ich finde es unnötige ihn groß zu feiern. Meine Familie war da, das hat mir auch ehrlich gesagt gereicht. Bei Kinder ist das anders. Die freuen sich auf ihren Geburtstag. Freuen sich über die Geschenke und den leckeren Kuchen. Bei meinen Kinder versuche ich alles, um ihnen diesen besonderen Tag wunderschön zu gestalten. Das leuchten in ihren Augen wenn sie die Geschenke auspacken ist einfach unbezahlbar. Aber bei mir? Nun ja, meine Geschenke bestehen zu 99% aus Geld. Klar Geld ist schön und wichtig in der heutigen Gesellschaft. Aber dafür riesig feiern. Feiern das ich dem Tode ein Jahr näher gekommen bin? Ergibt für mich keinen Sinn mehr. Für die große Party mit vielen Leuten und trinken, fühle ich mich zu ja selbst schon zu alt. Mag vielleicht auch daran liegen, das ich eben schon Kinder habe. Aber auch vorher hatte ich darauf nie große Lust. Es gibt Menschen die verstehen das nicht, diskutieren dann mit mir darüber und das ärgert mich. Es sollte doch jedem selbst überlassen sein, wie man so einen Tag verbringt. Für mich war es einfach ein ganz normaler Sonntag.
Früh um 6 wurde ich geweckt, wie jeden Tag. Dann hieß es Frühstück machen, Anziehen, spielen, Mittagsschlaf. Dann ab in den Garten und warten bis meine Großeltern kommen. Kaffee trinken und Kuchen essen. Kinder baden. Abendbrot und ab ins Bett. So läuft es fast jeden Sonntag und so lief es gestern auch. War es also etwas besonderes? Ich denke nicht.
Mag vielleicht auch dran liegen, das ich niemanden sonst an meiner Seite habe, der mir an diesem Tag etwas besonders gibt. Sprich einen Mann. Aber da kann ich nicht wirklich mitreden.
Das einzige was gestern zu etwas besonderem gemacht hat waren 2 Anrufe. Einen von einer Freundin aus Berlin, die ich noch nie gesehen oder gehört habe. Es hat mich wirklich sehr glücklich gemacht das sie an mich gedacht und sogar extra Angerufen hat! Heut zu tage, in einer Welt von Whats App und Facebook, kommt das leider nur noch sehr selten vor. Natürlich freue ich mich auch dort über Glückwunsche, ohne Frage.
Aber ich habe gestern ein kleines Experiment gewagt. Ich hatte meinen Geburtstag aus Facebook gelöscht, einfach mal um zu wissen, wie viele meiner „Freunde“ meinen Geburtstag auch so wissen.
Die Antwort, 7 Stück. Ganze 7 Leute konnten sich daran erinnern das ich Geburtstag habe. Ist das nicht etwas traurig? Oder ist es eher seltsam, das wir uns so von Sozialien Medien abhängig machen?
Ich denke das ist wieder ein Thema worüber man stunden diskutieren kann. Aber was würde es bringen? Am Ende muss es ja jeder für sich selbst entscheiden. Und meine Entscheidung lautet, ich finde meinen Geburtstag nicht besonders. Es ist einfach ein Tag wie jeder andere nur das ich ein Jahr älter bin. Vielleicht ändere ich diese Meinung irgendwann. Wer weis. Aber seit vielen Jahren ist das meine Meinung!

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2 Kommentare zu „Alle Jahre wieder

  1. Guten Abend liebe Tashi.
    Herzlichen Glückwunsch nachträglich. 🙂 Leider kenne ich dich noch nicht lange und weiß daher nicht einmal wann du Geburtstag hast. Ich bin aber oft früh darüber, dass mich Facebook daran erinnert. Bin was das angeht bei Freunden echt schusselig. 😉
    „Aber dafür riesig feiern. Feiern das ich dem Tode ein Jahr näher gekommen bin?“
    Wieso denkst du als jungen Mädchen so? Jedes weitere Jahr stellt Erfahrungen da, Reife, andere Sichten auf Dinge des Lebens.

    Ich war aber auch nie die Rampensau oder das Feierass. Muss doch auch nicht. 🙂

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  2. Erst einmal vielen danke meine Liebe 🙂
    Ich bin ein sehr pessimistischer Mensch das war ich schon immer. Deshalb fällt es mir sehr schwer, das gute in einem neuen Jahr zu sehen. Klar freue ich mich jedes Jahr auf die wundervolle Zeit mit meinen Kindern. Aber mir selber Bedeutet mein eigener Geburtstag nichts. Ich denke das ich den Tod als Beispiel gewählt habe, liegt einfach in meiner Vergangenheit. Ich habe das zwar hinter mit gelassen aber tief in mit drin ist doch immer noch etwas düsteres und trauriges, was ich im schreiben dann einfach rauslassen kann.

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