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Mama werden ist nicht schwer, Mama sein dagegen sehr.

 
Ich möchte heute ein sehr heikles Thema ansprechen. Das Mütter immer unter ständiger Beobachtung von Außenstehenden sind. Jeder will alles besser wissen. Vor allem solche Frauen, die keine Kinder haben. Ich wähle heute mich selbst als beispiel, weil ich viel belächelt werde, weil ich mich ganz bewusst erst einmal gegen eine Ausbildung und für Zeit mit meinen Kindern entschieden habe. Aus einem ganz einfachen Grund. Hierzu gibt es eine kleine Vorgeschichte. Mein Prinz kam kurz nach meinem 18. Geburtstag und bei ihm habe ich den Fehler gemacht, kurz darauf wieder zur Schule zu gehen. Ich hatte gerade mit meinem Fachabitur angefangen und das wollte ich natürlich schaffen. Aber erst jetzt wo ich die Zeit mit meiner Schneeflocke von klein auf voll verbracht habe, merke ich, das es eine schlechte Entscheidung war damals. Ich habe so viele Kleinigkeiten verpasst und konnte erst viel später eine richtige Bindung aufbauen.. Bei meiner Schneeflocke ist das ganz anders. Sie kam nachdem ich mein Fachabitur geschafft hatte. Und bei ihr habe ich mich ganz bewusst dagegen entschieden im Sommer eine Ausbildung anzufangen. Und das war die beste Entscheidung meines Lebens. Die Zeit wenn sie so klein sind, ist so kostbar, jede einzelne Sekunde. Denn wir können diese Zeit nie wieder nachhohlen. Ich möchte hier niemandem einen Vorwurf machen. Ich verstehe Mütter die wieder früh in ihren Beruf zurückkehren voll und ganz. Weil das Geld heutzutage leider viel zu wichtig geworden ist. Aber ich empfehlen jedem, so lange wie möglich zuhause bei seinem Kind zu bleiben. Auch wenn immer gesagt wird, das Kind merkt doch sowieso nicht wo es ist. Das stimmt nicht. Es weis sehr wohl ob es jetzt bei Mama, Papa oder sonst jemandem ist, und das von der ersten Sekunde seines Lebens an! Ich muss mir immer sehr viel Spott anhören. Das ich viel zu jung Mutter geworden sei und dann noch keine Ausbildung, was möchte ich meinen Kindern denn bieten? Ihnen vor leben wie man vom Staat lebt. NEIN! das möchte ich nicht, ich habe auch nie gesagt das ich keine Ausbildung machen möchte, denn das möchte ich! Auf jeden Fall. Nur jetzt noch nicht. Die ersten 3 Lebensjahre sind für die Bindung zwischen Mutter und Kind die wichtigsten, und ich möchte zu meinem Kind einer sichere Bindung herstellen, um ihm sein weiteres Leben zu erleichtern. Dannach werde ich meine Ausbildung machen und ganz normal arbeiten gehen, wie jeder andere auch. Aber ich möchte das mein Wunsch Zeit mit meinen Kindern zu verbringen respektiert wird. Heut zu Tage ist es doch so, gehst du früh nach der Geburt wieder arbeiten, bist du eine „Raabenmutter“. Bleibst du zuhause bei deinem Kind, bist du entweder ein „Sozialschmarotzer“ oder eine nicht emanzipierte Hausfrau. Wobei beides total falsch ist!
Aber um wieder zum Ursprungsthema zurück zu kommen. Als Mutter steht man doch unter ständiger Beobachtung. Beim spazieren gehen, beim Einkaufen, beim Kinderarzt. Und beiläufig bekommt man von der Seite immer Ratschläge erteilt und wehe man sagt dann seine Meinung dazu. Dann wird man sowas von herablassend Angeblickt. Doch warum? Man wird nicht von jetzt auf gleich Mutter, man muss auch in diese Rolle erst einmal hinein wachsen. Doch das wird von außen oft verdrängt. Man muss sofort perfekt reagieren sobald das Kind weint oder quängelt. Doch das funktioniert einfach nicht. Auch muss das Kind lernen sich an Regeln zu halten. Wenn ich sage es gibt jetzt keine Süßigkeiten dann gibt es keine, dann muss mein Kind eben schreiend auf dem Boden liegen. Und Nein es gibt dann auch keine Süßigkeiten wenn mir 10 Außenstehende Personen sagen, ach was ist denn daran so schlimm. An Süßigkeiten ist Garnichts schlimm, aber wenn ich Nein sage, muss mein Kind das akzeptieren, ob es nun will oder nicht!
Ich könnte noch stunden so weiter schreiben, weil es einfach ein Thema ist worüber ich persönlich mich immer sehr aufrege. Aber ich denke das reicht erstmal für den Anfang.
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7 Kommentare zu „Mama werden ist nicht schwer, Mama sein dagegen sehr.

  1. Hallo liebe Tashi,
    darüber könnte ich auch viel erzählen. Einige deiner Ansichten teile ich, manche nicht, denn ich wurde zum Beispiel vom Kinderarzt noch nie belächelt. Ich denke es kommt auch darauf an, wie man selbst auftritt und damit umgeht. Ich kenne ein paar Leutchen, die auch über mich gerne mal reden aber die Menschen haben keine Ahnung und für ihr Gerede und Lügen erzählen, meine Verachtung. So ungefähr verhält es sich.

    Lass die Menschen reden oder gucken, tun sie eh immer, denn ihr Leben ist langweilig und braucht Nachrichten, dann bitte die Tagesschau.

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  2. Hmm also ich als Mutter wünsche dir natürlich sehr viel Glück, aber ich muss dir leider auch sagen, das es garnicht so leicht werden wird eine Ausbildung zu finden.Die meisten Arbeitgeber werden dir keine mehr geben wollen, weil du 2 Kinder hast. Geschweige denn einen Job. Da kann das Kind ja krank werden und dann fällst du aus und bla bla bla.Glaub mir,ich hab das alles durchgemacht.

    Ich drücke dir natürlich alle Daumen, das es bei dir einfacher wird und du deine Ausbildung machen kannst. Bei mir war das ein harter Kampf. Trotzdem bin ich dankbar für die Zeit mit meinem Kind und genieße sie jetzt auch noch.

    Lg Anna
    http://www.the-anna-diaries.de

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  3. Oh da habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt, ich meinte nicht vom Kinderarzt belächelt zu werden, sondern dort von den anderen Eltern im Wartezimmer. Weil ich eben ein sehr selbstbewusster Mensch bin und ich auf meiner Meinung beharre.
    Daraus machen tue ich mir sowieso nichts, es wird immer Leute geben die reden. Aber ich finde einfach es ist ein Thema dem zu wenig Beachtung geschenkt wird.

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  4. Hallo Anna, vielen dank für dein Kommentar 🙂
    Ich habe da ja schon eine Stelle in Aussicht, aber eben erst für nächstes Jahr. Was ich jetzt nicht wirklich schlimm finde, sondern sogar gut. Aber du hast recht, es ist leider heut zu Tage nicht leicht mit Kindern überhaupt einen Job zu finden.

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  5. Ja, ich finde ja allgemein dem Thema Mütter und Erziehung wird zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es wird einfach als selbstverständlich angesehen und immer noch als „leichte arbeit“. Und das ärgert mich.

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